Labortechnischer Nachweis über den Ist-Zustand der Wasserqualität

Neben der Überprüfung der mechanischen Teile sollten Planer und Fachhandwerker auch ein Augenmerk auf die Qualität des Wärmeträgers – das Heizungswasser – haben. Die Kontrollanalyse dokumentiert schlussendlich die Qualitätsarbeit. Für den Anlagenbetreiber bringt die Heizungswassersanierung höhere Funktionssicherheit, geringere Energiekosten und längere Lebensdauer. Für Planer und Anlagenbauer höhere Kompetenz, Betriebssicherheit und geringeres Gewährleistungsrisiko.

Schutz vor Spekulation

Wenn Ihr Heizkörper nicht mehr richtig funktioniert, die Fußbodenheizung nicht mehr richtig warm wird, muss der Sache auf den Grund gegangen werden. Klarheit bringt die Analyse des Heizungswassers durch Ihren Installateur. Dadurch erhalten Sie einen labortechnischen Nachweis des Ist-Zustandes – der Qualität des Heizungswassers. Die Wasseranalyse gibt es in zwei Varianten, die Problemanalyse und die Kontrollanalyse. Der Unterschied zwischen Problemanalyse und Kontrollanalyse liegt in der Ausgangssituation. Die Problemanalyse geht im Schadensfall der Ursache auf den Grund und aus den Ergebnissen werden dann entsprechende Lösungskonzepte erarbeitet. Durch die Kontrollanalyse wird die Heizungswasserqualität dokumentiert und gibt Hinweise zur ggf. notwendigen Feinabstimmung. Letztlich bestätigt die Kontrolle, ob das Heizungswasser dem Stand der Technik, also den Normen und Richtlinien entspricht, was häufig im Schadensfall als Grundlage für Garantien dient.

Die Aussagekraft der Analysen ist an verschiedene Bedingungen geknüpft:

  • Die zur Verfügung stehenden Informationen der betroffenen Anlage sind entscheidend für die strategisch richtige Lösungsfindung und sollten in einem Infobogen erfasst werden.
  • Die Probennahme erfolgt ohne Klarspülung direkt in den Probenbehälter, damit die Korrosionselemente untersucht werden können.
  • Die Analyse sollte in zertifizierten Messverfahren nach DIN EN ISO durchgeführt werden, damit sie auch als rechtsverbindlicher Nachweis zu werten ist.

Problemanalyse

Die Problemanalyse dient zur Feinabstimmung der Heizungswasserkonditionierung. Zudem ist sie Gewährleistungsnachweis für die erfolgreich durchgeführte Heizungswassersanierung bei Altanlagen oder Aufbereitung bei Neuanlagen. Zur Kontrolle und Feinabstimmung, sowie zum Protokollieren der fachgerechten Ausführung im Betriebsprotokoll.

Bei Störungen und im Schadensfall

Funktioniert Ihre Heizungsanlage nicht mehr richtig oder gar nicht, klemmen Pumpen und Ventile…? Dann empfiehlt sich die Problemanalyse. Diese Wasseranalyse geht den Ursachen auf den Grund. Zur richtigen Bewertung müssen aussagefähige Informationen über die Anlage zusammen getragen werden. Neben den verbauten Werkstoffen, ist auch die Größe, das Alter und das Anlagenvolumen von Bedeutung. Aus den Ergebnissen der Wasseranalyse und den vorliegenden Informationen über die Heizungsanlage, erarbeitet der Experte zielgerichtete Lösungen. Der Heizungswasser-Experte stellt die ca. 15 Analysenwerte in Zusammenhang mit den verbauten Materialien. Hierbei werden neben den chemischen Werwassten auch die physikalischen und sensorischen Werte mit den Richtwerten verglichen. Die Problemlösung umfasst den Analysebericht, den Befund und die Erläuterung, sowie die Lösungsbeschreibung.

  • pH-Wert, el. Leitfähigkeit
  • Gesamthärte
  • sensorische Parameter, bei bereits durchgeführter Dosierung, die dosierten Chemikalien,
  • bei Aluminiumbauteilen im Kreislauf, auch Aluminium;
  • Ermittlung des Korrosionsschutzstatus lt. Stand der Technik;
  • Untersuchung nach DIN EN ISO- zertifiziertem Aufschlussverfahren,
  • inkl. Analyseergebnisblatt.

Kontrollanalyse

Sie geht den Ursachen bei Funktionsstörungen und Schäden in Heiz- und Kühlkreisläufen auf den Grund. Aus den Ergebnissen lassen sich dann zielgerichtet Lösungen ableiten.

Eine häufige Ursache einer nicht funktionierenden Heizungsanlage können Unstimmigkeiten im Heizungswasser sein. Denn Heizungswasser besteht aus verschiedenen Elementen, die in Verbindung mit Sauerstoff und den Heizungswerkstoffen reagieren können. Zum Beispiel soll das Heizungswasser einen bestimmten pH-Wert haben und das Heizungswasser mit allen Materialien verträglich sein. Allein schon aus diesem Grund machen Kontrollanalysen Sinn. Die Kontrollanalyse ist eine Wasseranalyse zur Feinabstimmung des Heizungswassers und dokumentiert die einwandfreie Qualität. Gleichzeitig ist diese Wasseranalyse ein erforderlicher Nachweis im Schadensfall, um Gewährleistungsansprüche geltend machen zu können. Egal ob bei der Aufbereitung von Neuanlagen (Vorbeugung gemäß Stand der Technik) oder bei Altanlagen nach einer durchgeführten Heizungswassersanierung (Problemlösung). Die Kontrollanalyse wird in der Regel nach einer durchgeführten Wasseraufbereitung durchgeführt. Hierbei wird neben der Überprüfung der erfolgreich durchgeführten Heizungswassersanierung/ Lösungsbeschreibung auch der Korrosionsschutzfaktor berechnet und im Betriebsprotokoll Heizungswasser festgehalten.

Die Probe ist ohne Vorspülen an verschiedenen Entnahmepunkten zu ziehen.

  • pH-Wert
  • el. Leitfähigkeit
  • Zink
  • Kupfer
  • Gesamteisen
  • Gesamthärte
  • Säurekapazität bis pH 8,2 bzw. 4,3 mmol/l,
  • Chlorid
  • Sulfat
  • sensorische Parameter, bei bereits durchgeführter Dosierung, die dosierten Chemikalien
  • bei Aluminiumbauteilen im Kreislauf, auch Aluminium;
  • Ermittlung des Korrosionsschutzstatus lt. Stand der Technik;
  • Untersuchung nach DIN EN ISO- zertifizierten Aufschlussverfahren
  • inkl. Befund der Probe
  • Analyseergebnis
  • Erläuterung der Ergebnisse
  • In größeren Objekten werden Lösungsbeschreibungen und Ausarbeitungen von Konzepten nach Aufwand gesondert berechnet

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