FAQs – Häufig gestellte Fragen
zu unseren Produkten

Häufig gestellte Fragen zum Heizungsvollschutz LIQUID

1Wie verhält sich LIQUID auf den unterschiedlichen Materialien?
LIQUID verträgt sich auf allen im Heizungsbau zugelassenen Werkstoffen, auch Aluminium! Ausgehend davon, dass in modernen Heizungswasserkreisläufen mehr Materialien denn je zum Einsatz kommen, ergeben sich auch mehr Probleme. Nicht nur unterschiedliche Metall- Legierungen, sondern auch verschiedenste Kunststoff- und Gummimaterialien haben Einfluss auf die Wasserqualität. LIQUID bildet durch spezielle Komponenten einen Mikropolymer- Film auf jedem Material, unterbricht so sofort die elektrochemische Reaktion und verhindert damit Korrosion und Schlammbildung. In Verbindung mit Calciumaluminat (Aluminiumoxid und Resthärte) bildet das LIQUID eine härtere Mikroschicht auf dem Material, wodurch das Aluminium besonders geschützt wird. Kunststoffoberflächen werden diffusionsdichter und Biofilmbildungen stark vermindert. Durch LIQUID bleiben Gummimaterialien elastischer und geschmeidiger.
2Ist LIQUID ein Dichtmittel?
LIQUID ist in erster Linie ein Korrosionsschutzmittel. Zusätzlich ist in dem Mittel auch eine Dichtkomponente eingebaut, womit kleinste Haarrisse und undichte Stellen geschlossen werden können, wie z. B. an Verschraubungen, Übergängen etc. Wasserverluste von ca. 3–6 Liter pro Woche (durchschnittliches Einfamilienhaus) können langfristig geschlossen werden. Bei größeren Verlusten sollte man zwischen kurzfristiger Dichtmaßnahme mit speziellen Dichtmitteln (Übergangslösung!) und einer konsequenten Lecksuche und Reparatur, auch mit Rücksicht auf die Kosten, abwägen.
3Können durch die Dichtkomponente Ventile verkleben?
Die Dichtkomponente reagiert nur in Verbindung mit Luft, also beim Austritt an der undichten Stelle und härtet in transparenter Form aus. Das Mittel verklebt die Ventile grundsätzlich nicht, vielmehr sind es bei einem erhöhten Kalkgehalt im Heizungswasser, insbesondere bei bestehenden Anlagen, Kalkablagerungen, wodurch die Ventile zusetzen können.
4Wirkt LIQUID auch gegen Kalkstein?
Gemäß Richtlinie VDI-2035 Blatt 1 sollte jede Anlage mit härte-freiem (0° dH) Wasser befüllt werden. Als Nachspeisewasser steht in Europa zu 85% kalkhaltiges Wasser zur Verfügung. Deshalb ist im LIQUID ein leistungsfähiger Härtestabilisator eingebaut, der den Kalk im Nachspeisewasser bindet und auch in Folge Kalkstein verhindert.
5Wie lässt sich die Wirksamkeit von LIQUID messen?
Wird die Anlage mit enthärtetem- oder mit Trinkwasser befüllt, kann der pH-Wert stark schwanken. Erfahrungen der letzten 30 Jahre definieren für Mischinstallationen den idealen pH-Wert zwischen 8,5 – 9,5. Wendet man LIQUID richtig an (SNELLO®-Größe laut Tabelle), stellt sich der optimale pH-Wert automatisch ein (im Heizbetrieb unter Vermischung mit dem Gesamtwasserinhalt). Nach ca. 6-8 Wochen sollte eine Analyse erstellt werden, um die Wasserqualität zu dokumentieren. In Einzelfällen kann eine erhöhte Resthärte in bestehenden Anlagen als Puffer wirken, so dass eine Nachdosierung notwendig ist.
6Kann man LIQUID mit anderen Zusätzen vermischen?
Grundsätzlich ist eine Entleerung der Anlage und ggf. eine Reinigung mit einem geeigneten Dispersionsmittel (z.B. CLEAN) zu empfehlen. Die Mischbarkeit kann nur durch eine Wasseranalyse festgestellt werden. Für die Analyse benötigen wir ca. 1 Liter Heizungswasser (Kosten ca. 150 Euro). Sicherheitsdatenblätter und Materialspezifikationen sind im Zweifel zusätzlich bei den Herstellern der bisher dosierten Produkte anzufordern.
7Wie steht es mit der Gewährleistungshaftung?
Die Betriebssicherheitsverordnung und die DIN EN 12502 4–5 stellt die Bedingungen für Betreiber für Anlagen von über 100°C Vorlauftemperatur auf. Dadurch wurde die überarbeitete Richtlinie VDI 2035 1–3 zur konsequenten Ergänzung für alle Niedertemperaturanlagen bis 100°C Betriebstemperatur. Grundsätzlich würde es genügen wenn z. B. Kesselhersteller deutliche Hinweise zur Beachtung der Richtlinien zur Heizungswasseraufbereitung geben würden. Häufig werden leider vom Stand der Technik stark abweichende oder gar hauseigene Empfehlungen abgegeben. Teilweise sogar mit der Androhung von Gewährleistungsausschlüssen bei Nichtbeachtung. Die Gesamtanlage besteht aus verschiedenen Komponenten, wodurch sich durch die Vielzahl der Werkstoffe unterschiedliche Anforderungen an das Wärmemedium ergeben. Die Feinabstimmung des Wärmeträgers Wasser gleicht im Idealfall die Schwachstellen aus, bzw. minimiert die Probleme die unweigerlich entstehen können.
8Was passiert bei Über- oder Unterdosierung?
Der Dosiertoleranzbereich ist sehr großzügig bemessen, so dass bisher nach über 100.000 Anwendungen in verschiedensten Systemen keine Probleme aufgetreten sind. Bei niedrigerer Dosierung ist die Schutz-Konzentration lediglich geringer und damit auch die Wirksamkeit. Eine ständige Kontrolle des Wertes ist bei diesem Konzept nicht notwendig. Das Mittel enthält keine Komponenten die bei Über- oder Unterdosierung aggressiv reagieren. Hinweis: Bei Aluminiumwerkstoffen im System, ist zunächst mit teilenthärtetem Wasser von 7–8° dH zu befüllen und ca. 4 Tage langsam aufzuheizen. Anschließend mit der Hälfte der normalen Dosiermenge von LIQUID behandeln und entsprechend der Kontrollanalyse (nach ca. 2 Monaten) ggf. nach zu behandeln. Grundsätzlich ist eine Nachdosierung zur Feinabstimmung der vorsorglichen Überdosierung vorzuziehen. Sollten Sie dennoch einmal mehr LIQUID als notwendig eingespült haben, lassen Sie einfach wieder etwas Wasser ab und füllen mit Frisch- bzw. Weichwasser wieder nach, bis Sie den gewünschten pH-Wert (8,5–9,5) erreicht haben. Beachten Sie, dass es einige Zeit dauert, bis sich das Produkt gleichmäßig verteilt hat (ca. 2 Monate).
9Wer hat die Wirkung und Anwendbarkeit geprüft?
LIQUID entspricht den Richtlinien des VdTÜV und AGFW (Arbeitsgemeinschaft Fernwärme) und wurde zwei Jahre lang in empirischen Feldversuchen in über 200 Anlagen erfolgreich ohne Beanstandung getestet. Einige Kesselhersteller empfehlen bereits den Heizungsvollschutz. Auf Anforderung stellen wir eine Unbedenklichkeitserklärung aus.
10Was macht man mit den leeren SNELLO®s?
Die meisten Anlagenbetreiber freuen sich über einen neuen patenten Sicherheitsnachfüllschlauch, so dass viele Heizungsbauer den SNELLO® beim Kunden lassen. Sollten Sie darüber hinaus Austausch- bzw. Zweit- oder Dritt- SNELLO®s übrig haben, so können Sie sich diese über das Rücknahmesystem vergüten lassen. Die SNELLO®s werden umwelt- und ressourcenschonend verwertet. Der Stand der Technik kann im Schadensfall zur Beurteilung herangezogen werden, deshalb ist eine Wasserbehandlung mit LIQUID eine sichere und wirkungsvolle Lösung die wir garantieren können.
11Wie oft muss das Mittel nachgefüllt werden?
Je nachdem wie viel Frischwasser nachgespeist wurde, verdünnt sich entsprechend die Schutz-Konzentration und damit sinkt auch der pH-Wert, so dass eine Nachdosierung notwendig sein kann. Dies in der Regel nach ca. 4 bis 5 Jahre der Fall. Sollte jedoch das Heizungswasser abgelassen werden, ist bei der Neubefüllung das Heizungswasser mit LIQUID neu zu konditionieren. Tipp: Wasserzähler für Nachspeisekontrolle. Wichtig! Kleben Sie nach jeder Anwendung das Produktetikett an die Heizung, es ist für die spätere Kontrolle der eingespülten Menge (SNELLO®-Größe) und den Ergänzungsintervall sehr hilfreich. Zugleich ist es eine wichtige Information, dass das Heizungswasser fachgerecht aufbereitet wurde (Gewährleistung und Qualitätsmerkmal!).
12Was passiert, wenn das Mittel ins Abwasser gelangt?
LIQUID ist unbedenklich für Trink- und Abwasser und stellt in verdünntem Zustand (entsprechend seinem Verwendungszweck) keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar. In Wasser verdünnt, entspricht das Produkt Flüssigkeitskategorie 2 gem. EN 1717. Die Anwendung ist dennoch, wie bei allen chemischen Zusätzen, mit der gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht und entsprechend den Sicherheitshinweisen anzuwenden. (Einfüllung mittels Systemtrenner BA Mobil-Tool).
13Warum gibt es den SNELLO® nicht zum Selbstnachfüllen?
LIQUID ist ein anwendungsfertiges Konzept und besonders durch seine sichere und einfache Anwendung von großem Nutzen. Aus rechtlichen Gründen möchten wir uns und unsere Kunden vor Missbrauch schützen. Neben dem patentrechtlichen Schutz, könnten wir bei Selbstbefüllung nicht mehr die Produkthaftung übernehmen und das Haftungsrisiko würde voll auf den Anwender übergehen. Die werkseitige Befüllung erfolgt mit großer Sorgfalt, schließlich soll am Ende auch ein technisch und optisch einwandfreies Markenprodukt angeboten werden.
14Was passiert mit alten Ablagerungen in der Heizungsanlage?
LIQUID enthält eine Komponente, die geringe Mengen von Ablagerungen lösen kann. Diese gelösten Teilchen können dann durch den Bypassfilter HENRY® HF10 abgefiltert werden. Deshalb empfehlen wir bei jeder Neuanlage eine Bypassarmatur im Rücklauf zu installieren, um bei Bedarf den Bypassfilter anschließen zu können. Je nach Alter und Zustand der Anlage (mehr als 10 Jahre) ist eine gezielte Heizungswassersanierung mittels Dispersionsmittel (SNELLO®-CLEAN) und ggf. Desinfektion (SNELLO®-BIO bei Kunststoffinstallationen) empfehlenswert oder sogar notwendig.

Häufig gestellte Fragen zur HARDY®STATION

1Was genau ist die HARDY®STATION?
HARDY®STATION ist eine zeitgesteuerte (nicht verbrauchsabhängige) Kabinettenthärtungsanlage. Sie speist kalkfreies Wasser bei größeren Heizungsanlagen nach, die mehr als 3.000 Liter Wasserinhalt haben.
2Nach welchen Verfahren arbeitet die HARDY®STATION?
Ionenaustauscherverfahren (Kationentauscher) – in diesem Verfahren werden die gelösten Härtebildner (Calcium und Magnesium) aus dem Wasser entfernt. Die Härtebildner werden an dem Hochleistungs-Ionenaustauscherharz gebunden und gegen Natriumionen ausgetauscht. Die elektrische Leitfähigkeit bleibt somit unverändert.
3Warum setzt man die HARDY®STATION nicht bei kleineren Heizanlagen ein?
Alle Ionenaustauscher/Mischbettionenaustauscher müssen regelmäßig mit Wasser durchströmt werden (alle 3 Tage ca. 100 Liter), da nach 10 Tagen die Reionisation beginnt (Rücklösung von Härte ins Umgebungswasser). Diese Nachspeisemenge wird bei kleineren Heizungsanlagen nicht benötigt. Eine längere Standzeit begünstigt die Verkeimung.
4Wieviel Weichwasser kann die HARDY®STATION produzieren?
Die Aufnahmezahl: Kapazität zwischen 2 Regenerationen 20 x 0,9 / Rohwasserhärte = Liter Weichwasser Beispiel: Bei 15°dH wären dies 1200 L Weichwasser mit 0°dH bis zur nächsten Regeneration bzw. mit einem Wasserdurchsatz von 200 L pro Stunde.
5Wie funktioniert die Regeneration?
Die HARDY®STATION funktioniert vollautomatisch über eine elektrische Zeitschaltuhr mit Salzsole. Je nach Bedarf an Nachspeisewassermenge stellt man die Regeneration am 12-Tage-Timer ein. Hier gibt es 12 Mitnehmerhäkchen die aktiviert (eingedrückt) werden können. Das heißt, es kann zwischen einem und zwölf Tagen regeneriert werden. Nach 12 Tagen würde somit die Anlage spätestens regenerieren.
6Welche Vorteile hat die HARDY®STATION gegenüber anderen Systemen?
-> Keine Reionisation -> Geringere Verkeimungsgefahr -> Immer weiches Wasser -> Kein Harztausch -> Hohe Standzeit und Kapazitä
7Warum muss überhaupt regelmäßig nachgefüllt werden?
Heizungsanlagen sind nur wasserdicht, nicht gasdicht. Man geht durchschnittlich von 5-7% pro Jahr Nachspeisewasser bezogen auf das Anlagenvolumen aus.
8Warum kann ich nicht einfach mit Leitungswasser nachfüllen?
Bei kleinen Anlagenvolumen ist dies in geringen Mengen möglich, wenn das Wasser mit einem guten Korrosionsschutz behandelt wurde, der auch die Härte im Nachspeisewasser stabilisiert. Bei größeren Anlagen ist es vorteilhafter nur Weichwasser nachzufüllen.
9Was ist alles im Lieferumfang enthalten?
Die HARDY®STATION wird anschlussfertig mit Sicherheitarmaturengruppe nach EN1717 (Fillset), Verschneide- und Anschlussarmatur, VA-Anschlussschläuchen, inkl. Warmwasserzähler geliefert.

Häufig gestellte Fragen zu HARDY®100

1Nach welchem Prinzip/Verfahren arbeitet HARDY®100?
Bei dem HARDY®100 handelt es sich um eine Wasserenthärtungsanlage nach dem Ionenaustauscherprinzip. Hierbei werden alle Härtebildner wie Calcium, Magnesium bis auf 0° dH aus dem Wasser entfernt. Auch Teilenthärtung für Alu ist einstellbar.
2Wie funktioniert die Enthärtung?
Das Ionenaustauscherharz besteht aus kleinen wasserfesten Kügelchen auf Styrol- oder Acrylbasis, welche die Fähigkeit haben, ihre angelagerten Ionen (Natrium) gegen im Wasser befindliche Ionen (Calcium, Magnesium) auszutauschen. Das Austauscherharz wird mit einer Kochsalzlösung (NaCl) regeneriert.
3Produziert der HARDY®100 VE-Wasser?
Nein! Mit dem HARDY®100 wird ein vollenthärtetes Wasser erzeugt. Irritierenderweise sind die Anfangsbuchstaben identisch wie bei vollentsalztem Wasser = sog. VE-Wasser.
4Was ist der Unterschied zwischen Vollenthärtung und Vollentsalzung?
Bei der Vollenthärtung werden die Härtebildner entfernt, welche zur Steinbildung führen können. Das sind im wesentlichen Calcium und Magnesium. Die anderen Salze bleiben zur Stabilisierung im Wasser und haben anlagentechnisch keine Bedeutung. Bei der Vollentsalzung hingegen werden alle Salze (Mischbett-Ionentauscher) aus dem Wasser entfernt, das Wasser wird zu einer ungesättigten Lösung und dadurch sehr instabil. Anhand der Leitfähigkeit lässt sich die Fahrweise des Heizungswassers unterscheiden.
5Welche Fahrweisen stehen dem Anlagenbauer grundsätzlich zur Auswahl?
Es stehen 3 Fahrweisen zur Auswahl. Man unterscheidet zwischen salzhaltiger, salzarmer und salzfreier Fahrweise. Grundsätzlich sind alle 3 Fahrweisen möglich und verhindern zuverlässig die Steinbildung. Je mehr Salze über die Härtebildner hinaus entfernt werden, desto überwachungsbedürftiger wird die Fahrweise. Es ist wichtig die unterschiedlichen Bedingungen und Anforderungen der jeweiligen Fahrweise zu kennen. Bei jeder Fahrweise gilt es zusätzlich das Wasser gegen wasserseitige Korrosion entsprechend zu konditionieren. Je ungesättigter die Lösung, desto genauer ist auf die Konditionierung bzw. künstliche Stabilisierung zu achten.
6Ist weiches Wasser oder VE-Wasser aggressiv?
Bei weichem Wasser treibt bei Erwärmung die gebundene Kohlensäure (Karbonat) aus dem Wasser aus und entweicht beim Entlüften. Danach ist der pH-Wert eher im basischen Bereich schwankend. Bei teilenthärtetem Wasser kann das Karbonat nicht vollständig ausgetrieben werden. Somit ist das Wasser aggressiver als Weichwasser. VE-Wasser ist aufgrund seiner Untersättigung (vollentsalzt) wesentlich aggressiver. Es besitzt ein erhöhtes Sauerstofflösungsvermögen und ist im pH-Wert besonders instabil und stark schwankend, deshalb muss es künstlich stabilisiert werden. Je weniger Salze im Wasser sind, desto instabiler und überwachungsbedürftiger ist es.
7Wie weiß ich ob der HARDY®100 noch Weichwasser liefert?
Der Zählerstand des Wassermessers sollte vor Füllbeginn notiert werden. Die Rohwasserhärte ist mittels Härtemessstreifen zu ermitteln. Ist die errechnete Weichwassermenge durchgeflossen, muss die Anlage manuell regeneriert und der Zählerstand neu notiert werden. Im Zweifel kann am Hardy-Ausgang die Wasserqualität kontrolliert werden.
8Wie oft kann man HARDY®100 regenerieren?
Ausgehend von sauberem Wasser und unabhängig vom normalen Verschleiß gibt es keine Begrenzung. Eine Überprüfung der Aufnahmekapazität nach ca. 4–5 Jahren wird empfohlen.
9Wann sollte man überhaupt vollentsalzen?
Bei bestimmten Industrieanwendungen wie z. B. Dampferzeugung, Pharma, Feinelektronik, Generatorenkühlung u.a.m. ist es wegen der Reinheit durchaus sinnvoll das Wasser zu entsalzen. Für Heizanlagen ist dieser Aufwand in der Regel nicht notwendig und kann sogar problematisch sein.
10Wie hoch ist der Aufwand beim Regenerieren im Verfahrensvergleich?
Während der Anlagenbauer bei der Enthärtung die Anlage selbst mittels Salzsole regenerieren kann, ist die Regeneration bei der Entsalzung nur durch einen externen Fachbetrieb möglich, da hierbei mit Salzsäure und Natronlauge die Austauscherharze getrennt regeneriert werden müssen.
11Wieviel Weichwasser kann der HARDY®100 produzieren?
6.000 Liter Weichwasser stehen also bei diesem Beispiel zur Verfügung.
12Wie viel Liter Wasser kann der HARDY®100 pro Stunde liefern?
Die Durchflussmenge wird im wesentlichen vom Rohwasserdruck und dem Querschnitt des Wasserzählers bestimmt. Der Durchfluss des Wasserzählers beträgt QN 1,5 m³/h bei 3–4 bar. Der Schlauchquerschnitt muss beim Zu- und Ablaufschlauch gleich sein, damit ein gleichmäßiger Durchfluss durch den Ionentauscher gewährleistet ist.
13Wie lange hält das Austauscherharz?
Die Haltbarkeit ist von der Rohwasserqualität abhängig. Die Kapazität kann durch Verschmutzung des Harzes vermindert werden. Grundsätzlich darf der HARDY®100 nur zur Enthärtung von eisen- und manganfreien Wasser verwendet werden, da sonst das Austauscherharz kaputt geht. Bei sachgemäßer täglicher Anwendung liegt die Lebensdauer bei > 5 Jahren. Eine regelmäßige Wartung wird empfohlen.
14Welches Salz darf zur Regeneration verwendet werden?
Für die Regeneration ist handelsübliches Regeneriersalz für Enthärtungsanlagen nach DIN EN 973 verwendbar.
15Welche Sicherheitsbestimmungen sind zu beachten?
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Anwendung von Wasseraufbereitungsanlagen mit Verbindung zum Trinkwassernetz, die Vorschriften lt. DIN EN 1717 zum Schutz des Trinkwassers gegen Rückfließen von Nichttrinkwasser zu beachten sind. Danach ist entsprechend ein Systemtrenner BA einzusetzen (siehe Mobiltool BA Artikel-Nr. HZU06SYST)

20 Jahre Hannemann Wassertechnik, Heizungswasser vom Experten